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Gliedere die Welt in überschaubare, weitgehend autonome Regionen von begrenzter Größe und Bevölkerung, statt in riesige Nationalstaaten oder formlose Ballungen.
Muster 2 Die Verteilung der StädteVerteile Städte unterschiedlicher Größe gleichmäßig über die Region, damit nicht alles in wenige Großstädte strömt und das Land verödet.
Muster 3 Finger von Stadt und LandLasse Stadt und Land wie ineinandergreifende Finger verzahnen, sodass offenes Land nie weit entfernt ist und niemand mitten in endloser Bebauung lebt.
Muster 4 Landwirtschaftliche TälerBewahre fruchtbare Täler und gutes Ackerland vor Bebauung und baue stattdessen an den Hängen und auf weniger ertragreichem Boden.
Muster 5 Geflecht ländlicher StraßenLege ländliche Straßen als weitmaschiges Netz an, das Land erschließt, ohne es zu zerschneiden – sparsam und den Höfen folgend.
Muster 6 LandstädteStärke kleine Landstädte als eigenständige, lebendige Orte, statt sie zu bloßen Schlafsiedlungen der Großstadt verkommen zu lassen.
Muster 7 Das LandBehandle alles offene Land als gemeinsames, gepflegtes Gut: niemand besitzt es, um es brachliegen zu lassen, alle tragen Verantwortung dafür.
Muster 8 Mosaik von SubkulturenEine Stadt sollte aus vielen verschiedenen Subkulturen bestehen, die räumlich klar getrennt, aber durchlässig erreichbar sind – weder homogene Masse noch isolierte Ghettos.
Muster 9 Verstreute ArbeitsplätzeVerteile Arbeitsplätze über die Stadt und mische sie unter das Wohnen, statt sie in reinen Gewerbezonen zu bündeln, die abends ausgestorben sind.
Muster 10 Der Zauber der StadtKonzentriere die intensivsten urbanen Angebote – Kultur, Nachtleben, Vielfalt – an wenigen Stellen, damit der besondere Reiz der Großstadt erlebbar bleibt.
Muster 11 Gebiete des örtlichen VerkehrsTeile die Stadt in Gebiete, in denen der lokale Verkehr langsam und der Mensch im Vordergrund steht, getrennt vom schnellen Durchgangsverkehr.
Muster 12 Gemeinschaft von 7000Eine politische Gemeinschaft sollte nicht mehr als rund 7000 Menschen umfassen, damit Einzelne das Gefühl behalten, ihre Stimme zähle.
Muster 13 Grenze der SubkulturTrenne benachbarte Subkulturen durch Zonen mit wenig genutzten Funktionen, damit jede ihren eigenen Charakter ungestört entfalten kann.
Muster 14 Identifizierbare NachbarschaftMenschen brauchen eine räumlich klar identifizierbare Nachbarschaft – überschaubar, mit erkennbaren Grenzen und höchstens einigen Hundert Bewohnern.
Muster 15 Grenze der NachbarschaftEine Nachbarschaft braucht eine spürbare, wenn auch durchlässige Grenze, damit sie als eigener Ort lesbar bleibt und nicht ausfranst.
Muster 16 Netz des öffentlichen VerkehrsVerbinde alle Teile der Region durch ein zusammenhängendes Netz öffentlicher Verkehrsmittel mit guten Umsteigepunkten statt isolierter Linien.
Muster 17 RingstraßenFühre schnellen Durchgangsverkehr auf Ringstraßen um die Wohngebiete herum, statt mitten hindurch.
Muster 18 Netzwerk des LernensVerteile das Lernen über die ganze Stadt in vielen kleinen, offenen Lernorten, statt es in wenige große Schulen einzusperren.
Muster 19 Netz der GeschäfteLass Geschäfte sich dort ansiedeln, wo genug Menschen sie tragen, sodass ein ausgewogenes Netz von Läden entsteht – weder Übersättigung noch Lücken.
Muster 20 KleinbusseErgänze den Nahverkehr durch flexible Kleinbusse, die feinmaschig und auf Abruf fahren und so auch dünn besiedelte Gebiete erschließen.
Muster 21 Beschränkung auf vier StockwerkeHalte Gebäude in der Regel unter vier Geschossen; höhere Bauten entfremden Menschen vom Straßenleben und machen krank an Seele und Gemeinschaft.
Muster 22 Neun Prozent ParkflächeLass nie mehr als etwa neun Prozent einer Fläche fürs Parken aufgehen; mehr Asphalt zerstört das Leben zwischen den Häusern.
Muster 23 Parallele StraßenStatt eines hierarchischen Baumes von Straßen sind mehrere parallele Hauptstraßen besser, die den Verkehr verteilen und Sackgassen vermeiden.
Muster 24 Heilige StättenBewahre die Orte, die einer Gemeinschaft heilig oder bedeutsam sind, und mache sie als besondere Punkte im Stadtgefüge erlebbar.
Muster 25 Zugang zum WasserHalte Ufer von Flüssen, Seen und Meer öffentlich zugänglich, sodass das Wasser allen gehört und nicht von privaten Grundstücken verstellt wird.
Muster 26 LebenszyklusEine Gemeinschaft sollte allen Lebensphasen Raum geben – Geburt, Kindheit, Jugend, Alter, Tod – und deren Übergänge sichtbar machen.
Muster 27 Männer und FrauenGestalte Stadt und Gebäude so, dass sie weder einseitig männlich noch weiblich geprägt sind, sondern beiden Lebensweisen gerecht werden.
Muster 28 Exzentrischer KernLege das Zentrum einer Gemeinschaft nicht in die geometrische Mitte, sondern dorthin, wo die Bewegung es natürlich hinträgt – meist außermittig.
Muster 29 DichteringeLass die Bebauungsdichte von einem belebten Kern nach außen ringförmig abnehmen, sodass dichtes Stadtleben und ruhiges Wohnen beieinanderliegen.
Muster 30 AktivitätszentrenKonzentriere öffentliches Leben an wenigen Knotenpunkten, statt es gleichmäßig zu verteilen. Geschäfte, Treffpunkte und Wege sollten sich dort überlagern.
Muster 31 PromenadeJede Subkultur braucht einen Ort, an dem Menschen flanieren, um zu sehen und gesehen zu werden – eine Promenade, die Bewegung und Begegnung bündelt.
Muster 32 EinkaufsstraßeBündele Läden entlang einer belebten Straße statt in introvertierten Einkaufszentren, sodass Einkaufen und Stadtleben zusammenfallen.
Muster 33 NachtlebenKonzentriere abendliche Angebote – Kinos, Cafés, Bars – auf wenige Knoten, damit nachts belebte, sichere Orte entstehen statt verstreuter Einsamkeit.
Muster 34 UmsteigeplatzGestalte Umsteigepunkte als kompakte, belebte Orte, an denen Verkehrsmittel, Wege und kleine Geschäfte dicht ineinandergreifen.
Muster 35 Mischung von HaushaltenMische in jeder Nachbarschaft Haushalte verschiedener Art und verschiedenen Alters, statt gleichförmiger Wohnsiedlungen für nur eine Gruppe.
Muster 36 Grade der ÖffentlichkeitOrdne Wohnungen entlang eines Gefälles von ganz öffentlich bis ganz zurückgezogen, damit Menschen den passenden Grad an Trubel oder Ruhe wählen können.
Muster 37 HausgruppeOrdne Häuser in kleinen Gruppen um einen gemeinsamen Raum, sodass eine überschaubare nachbarschaftliche Einheit von etwa acht bis zwölf Haushalten entsteht.
Muster 38 ReihenhäuserReihenhäuser mit eigenem Garten verbinden hohe Dichte mit Erdbezug – besser als anonyme Geschosswohnungen, wenn jedes Haus seine Identität behält.
Muster 39 WohnhügelWo höhere Dichte nötig ist, staffle die Wohnungen terrassenförmig wie an einem Hügel, sodass jede Sonne, Garten und Erdbezug behält.
Muster 40 Alte Menschen überallVerteile Wohnungen für ältere Menschen über die ganze Gemeinschaft, sodass sie unter Jüngeren bleiben, statt in Heimen abgesondert zu werden.
Muster 41 ArbeitsgemeinschaftFasse Arbeitsplätze zu kleinen Arbeitsgemeinschaften zusammen, die wie ein Dorf funktionieren – mit gemeinsamen Plätzen, Wegen und Treffpunkten.
Muster 42 IndustriegürtelOrdne Industrie in schmalen Gürteln entlang von Verkehrsadern an, offen einsehbar und mit dem Stadtleben verzahnt, statt versteckt und abgeriegelt.
Muster 43 Universität als MarktplatzMache Hochschulbildung zu einem offenen Marktplatz des Lernens, frei zugänglich und in die Stadt eingewoben, statt zu einem abgeschotteten Campus.
Muster 44 Örtliches RathausGib jeder Gemeinschaft ein zugängliches, einladendes Rathaus im Zentrum, das Selbstverwaltung sichtbar und nahbar macht.
Muster 45 Kette von GemeinschaftsprojektenReihe rund ums Rathaus eine Kette kleiner, bürgergetragener Projekte und Initiativen, die das öffentliche Leben tragen.
Muster 46 Markt mit vielen LädenEin Markt aus vielen kleinen, eigenständigen Ständen ist lebendiger und vielfältiger als ein einziger großer Supermarkt unter einem Dach.
Muster 47 GesundheitszentrumVerlagere Gesundheit von der Reparatur Kranker zur Förderung des Gesunden – mit wohnortnahen Zentren, die Bewegung, Vorsorge und Begegnung verbinden.
Muster 48 Wohnen dazwischenStreue Wohnungen zwischen Arbeit, Geschäfte und öffentliche Orte, damit überall rund um die Uhr Menschen sind und kein Bereich nachts ausstirbt.
Muster 49 Geschleifte WohnstraßenFühre Wohnstraßen als Schleifen ohne Durchgangsverkehr, sodass nur Anwohner sie befahren und die Straße zum ruhigen Wohnraum wird.
Muster 50 T-KreuzungenBevorzuge T-Kreuzungen gegenüber Kreuzungen mit vier Armen – sie sind sicherer, verlangsamen den Verkehr und gliedern den Raum besser.
Muster 51 Grüne StraßenWo Autos nicht nötig sind, ersetze Asphaltflächen durch grüne, begehbare Straßen mit Gras und Bäumen – ruhige Wohnwege statt Fahrbahnen.
Muster 52 Netz von Fußwegen und StraßenLege Fußwege und Straßen als zwei einander überlagernde, aber eigenständige Netze an, sodass man überall sicher zu Fuß gehen kann.
Muster 53 HaupttoreMarkiere die Eingänge zu einer Nachbarschaft mit erkennbaren Toren oder Schwellen, damit das Betreten als Übergang spürbar wird.
Muster 54 StraßenquerungGestalte Stellen, an denen Fußwege Straßen kreuzen, als deutlich erhöhte, sichtbare Querungen, an denen Fußgänger Vorrang und Schutz haben.
Muster 55 Erhöhter GehwegHebe Gehwege dort, wo viel Verkehr ist, leicht an, sodass Fußgänger geschützt und etwas erhöht über dem Strom der Autos gehen.
Muster 56 Radwege und StellplätzeSchaffe ein durchgängiges Netz sicherer Radwege mit ausreichend Abstellplätzen, damit das Fahrrad eine echte Alternative zum Auto wird.
Muster 57 Kinder in der StadtGestalte die Stadt so, dass Kinder sich selbständig und sicher bewegen können – mit geschützten Wegen zwischen Zuhause, Schule und Spielorten.
Muster 58 KarnevalGib der Stadt einen Ort und Anlass für ausgelassenes Fest und Verkleidung, an dem die Alltagsordnung zeitweise auf den Kopf gestellt wird.
Muster 59 Ruhige HinterseitenSorge dafür, dass jede belebte Straße eine ruhige Rückseite hat, in die man sich zurückziehen kann – Trubel und Stille gehören zusammen.
Muster 60 Erreichbares GrünJede Wohnung sollte in wenigen Gehminuten ein Stück nutzbares Grün erreichen können – ein Park ist nur wertvoll, wenn er nah ist.
Muster 61 Kleine öffentliche PlätzeÖffentliche Plätze sollten klein sein – als Faustregel kaum breiter als etwa 20 Meter. Zu große Plätze wirken leer, kleine fühlen sich belebt an.
Muster 62 AussichtspunkteSchaffe erhöhte Orte, von denen man die Stadt überblicken kann – sie helfen Menschen, ihren Ort zu begreifen, und sind beliebte Ziele.
Muster 63 Tanzen auf der StraßeLass Raum für spontane Musik und Tanz im öffentlichen Raum, der das Straßenleben belebt und Menschen zusammenbringt.
Muster 64 Teiche und BächeBewahre und öffne natürliche Gewässer in der Stadt, statt sie zu verrohren – Wasser zieht Menschen, Tiere und Leben an.
Muster 65 GeburtsstättenSchaffe würdige, häusliche Orte für die Geburt – kleine, warme Häuser statt klinischer Anstalten, eingebettet in die Gemeinschaft.
Muster 66 Geweihter BodenEine Gemeinschaft braucht Orte, die als heilig gelten und durch eine Folge von Schwellen vom Alltäglichen abgesetzt sind.
Muster 67 GemeinschaftslandJede Hausgruppe braucht gemeinsames Land vor der Tür – einen Anger, eine Wiese, einen Hof –, der allen gehört und Begegnung trägt.
Muster 68 Verbundene SpielräumeVerbinde die Spielflächen so, dass Kinder von Garten zu Garten ziehen können, ohne Straßen zu queren – ein zusammenhängendes Reich zum Spielen.
Muster 69 Öffentlicher AußenraumJede Nachbarschaft braucht einen halböffentlichen Außenraum, in dem man sich einfach aufhalten kann – überdacht oder gefasst, ohne Konsumzwang.
Muster 70 GräberGib den Toten Orte innerhalb der Gemeinschaft, kleine Begräbnisplätze, die die Lebenden mit der Erinnerung und dem Lebenszyklus verbinden.
Muster 71 Stilles WasserSchaffe Orte mit ruhigem, stillem Wasser, an denen man sitzen und zur Ruhe kommen kann – Wasser beruhigt die Seele.
Muster 72 Sport im ViertelVerteile kleine, offene Sportgelegenheiten über das Viertel, sodass Bewegung Teil des Alltags wird und nicht in ferne Anlagen verbannt ist.
Muster 73 AbenteuerspielplatzKinder brauchen wandelbare Spielorte mit losem Material zum Bauen und Verändern, statt fertiger, langweiliger Spielgeräte.
Muster 74 TiereLass Tiere Teil des täglichen Lebens sein – Weiden, Ställe und Plätze, an denen Kinder und Erwachsene Tieren begegnen.
Muster 75 Die FamilieUnterstütze vielfältige Formen des Zusammenlebens jenseits der Kleinfamilie – größere Wohngemeinschaften, die einander Halt geben.
Muster 76 Haus für eine kleine FamilieGliedere das Haus einer kleinen Familie in einen gemeinsamen Bereich und eigene Reiche für Erwachsene und Kinder, die durch gemeinsame Räume verbunden sind.
Muster 77 Haus für ein PaarEin Paar braucht ein Haus, das Gemeinsamkeit und Eigenständigkeit zugleich ermöglicht – mit Rückzugsorten für jeden und einem geteilten Herzen.
Muster 78 Haus für eine PersonEin Mensch, der allein lebt, braucht eine Wohnung, die ein einfaches, ganzes Leben in kleinem Maßstab ermöglicht – nicht bloß ein Restzimmer.
Muster 79 Dein eigenes HeimMenschen sollten ihr Zuhause selbst gestalten und besitzen können – nur was man verändern darf, wird wirklich zum eigenen Heim.
Muster 80 Selbstverwaltete Werkstätten und BürosKleine, selbstverwaltete Arbeitsstätten – höchstens ein paar Dutzend Menschen – sind menschlicher und lebendiger als große, anonyme Betriebe.
Muster 81 Kleine Dienste ohne BürokratieHalte Dienstleistungen klein und direkt, sodass man dem Menschen gegenübersteht, der wirklich helfen kann, statt sich durch Bürokratie zu kämpfen.
Muster 82 Verbindungen zwischen BürosOrdne Arbeitsräume so, dass kurze Wege und zufällige Begegnungen entstehen – die Verbindungen zwischen Menschen tragen die Arbeit.
Muster 83 Meister und LehrlingeOrganisiere Arbeit so, dass Lernende neben Erfahrenen arbeiten und durch Mittun lernen – Wissen geht von Hand zu Hand weiter.
Muster 84 Welt der JugendlichenJugendliche brauchen eine eigene, halb selbständige Welt zwischen Kindheit und Erwachsensein – mit Orten, an denen sie sich erproben können.
Muster 85 Schulen im LadenlokalKleine Schulen mitten im Leben – in Ladenlokalen an der Straße – verbinden Lernen mit der Welt, statt es hinter Mauern zu isolieren.
Muster 86 KinderhausKleine Kinder brauchen warme, häusliche Betreuungsorte nah am Wohnen, eingebettet in die Nachbarschaft statt in großen Anstalten.
Muster 87 Läden in EinzelbesitzEigentümergeführte kleine Läden geben einem Viertel Charakter und Vielfalt – besser als Filialketten, denen der Ort gleichgültig ist.
Muster 88 StraßencaféStraßencafés geben einem Viertel einen Ort zum Verweilen, an dem man die Welt vorbeiziehen sehen kann – sie verbinden Innenraum und Straßenleben.
Muster 89 Tante-Emma-LadenKleine, fußläufige Nachbarschaftsläden für den täglichen Bedarf halten ein Viertel lebendig und versorgen, wo Supermärkte zu weit weg sind.
Muster 90 BierhalleEine Gemeinschaft braucht große, gesellige Orte zum Trinken und Zusammensein, an denen Fremde und Nachbarn ungezwungen aufeinandertreffen.
Muster 91 Gasthaus für ReisendeKleine, charaktervolle Gasthäuser geben Reisenden Anschluss an den Ort, statt sie in anonymen Hotels zu isolieren.
Muster 92 BushaltestelleGestalte Haltestellen als kleine, geschützte Aufenthaltsorte mit Sitz, Wetterschutz und vielleicht einem Kiosk – nicht als kahle Schilder.
Muster 93 ImbissständeKleine Essstände an belebten Orten beleben den öffentlichen Raum und geben Menschen einen Grund und Ort zum Verweilen.
Muster 94 Schlafen in der ÖffentlichkeitEine menschliche Stadt duldet, dass Menschen an geschützten Stellen im öffentlichen Raum ruhen und schlafen dürfen, ohne vertrieben zu werden.
Muster 95 GebäudekomplexEin großes Gebäude sollte als Komplex aus kleineren, erkennbaren Teilen gegliedert werden, statt als ein einziger Monolith. Jeder Teil bleibt menschlich fassbar.
Muster 96 Anzahl der StockwerkeHalte die Geschosszahl niedrig – meist zwei bis vier Stockwerke –, damit Bewohner mit dem Boden und dem Leben auf der Straße verbunden bleiben.
Muster 97 Geschütztes ParkenVerstecke das Parken in kleinen, begrünten oder überbauten Einheiten, statt große Stellplatzwüsten anzulegen, die das Umfeld entwerten.
Muster 98 Bereiche der ErschließungGliedere die Wege durch ein Gebäude in klar lesbare Bereiche, sodass Besucher sich intuitiv orientieren, ohne Beschilderung zu brauchen.
Muster 99 HauptgebäudeEin Gebäudekomplex braucht ein erkennbares Hauptgebäude als Herzstück, das den anderen Teilen Mitte und Ausrichtung gibt.
Muster 100 FußgängerstraßeErschließe Gebäudegruppen über autofreie Fußgängerstraßen, an denen Eingänge, Fenster und Leben sich aufreihen.
Muster 101 GebäudedurchgangLass Fußwege mitten durch Gebäude führen, sodass die Bewegung der Menschen und das Innenleben des Hauses sich begegnen.
Muster 102 Familie von EingängenOrdne mehrere Eingänge eines Komplexes so an, dass sie als zusammengehörige Familie lesbar sind und Besucher den richtigen leicht finden.
Muster 103 Kleine ParkplätzeHalte Parkplätze klein – höchstens für wenige Autos –, sodass sie sich ins Umfeld einfügen, statt es mit Asphalt zu überziehen.
Muster 104 Standort und GeländeformBaue an den unfruchtbarsten, ungünstigsten Stellen des Grundstücks und bewahre die schönsten, gesündesten Bereiche unbebaut – so bleibt das Beste erhalten.
Muster 105 Südseite nach außenLege Freiräume an die Südseite des Gebäudes und das Gebäude an den Nordrand des Grundstücks, damit die Außenräume sonnig und nutzbar bleiben.
Muster 106 Positiver AußenraumAußenräume sollten eine klare, gefasste Form haben – wie Räume mit Wänden aus Gebäuden und Hecken. Formlose Restflächen werden nicht genutzt.
Muster 107 LichtflügelMache Gebäudeflügel schmal genug, dass jeder Raum Tageslicht von beiden Seiten erhält – tiefe Baukörper haben dunkle, tote Mitten.
Muster 108 Verbundene GebäudeVerbinde Gebäude miteinander statt sie als freistehende Inseln zu setzen, sodass durchgehende, geschützte Wege und gefasste Außenräume entstehen.
Muster 109 Langes schmales HausEin längliches, schmales Haus bringt mehr Licht, bessere Belüftung und vielfältigere Räume als ein gedrungener, tiefer Grundriss.
Muster 110 HaupteingangMache den Haupteingang so deutlich sichtbar, dass ein Ankommender ihn schon von weitem erkennt und unmittelbar darauf zugeht.
Muster 111 Halb verborgener GartenLege den Garten weder ganz nach vorn noch ganz nach hinten, sondern halb geschützt seitlich, sodass er privat und zugleich mit dem Leben verbunden ist.
Muster 112 EingangsübergangGestalte zwischen Straße und Haustür einen spürbaren Übergang – einen Wechsel von Licht, Richtung oder Belag –, der das Eintreten zum Ankommen macht.
Muster 113 Anbindung des AutosLege den Stellplatz so an, dass der Weg vom Auto ins Haus selbst ein angenehmer kleiner Übergang ist, nicht eine kahle Garagenzufahrt.
Muster 114 Hierarchie der FreiräumeStaffle Außenräume von ganz öffentlich bis ganz privat, sodass jeder Raum weiß, wie offen oder geschützt er ist, und sich richtig anfühlt.
Muster 115 Belebte HöfeEin Hof lebt nur, wenn Wege ihn queren und mehrere Seiten ihn beleben; ganz umschlossene, tote Höfe werden gemieden.
Muster 116 Kaskade von DächernLass Dächer abgestuft kaskadieren – größere über gemeinsamen, kleinere über privaten Räumen –, sodass die Form die innere Ordnung zeigt.
Muster 117 Schützendes DachEin Dach sollte sichtbar schützen – weit heruntergezogen und umfassend –, sodass es das Gebäude geborgen wirken lässt, nicht bloß oben abdeckt.
Muster 118 DachgartenNutze einen Teil der Dächer als bewohnbaren Garten oder Terrasse, sodass auch die oberste Ebene zum Aufenthaltsort wird.
Muster 119 ArkadenSäume Gebäude mit Arkaden – überdachten Gängen am Rand –, die geschützte Zwischenzonen zwischen drinnen und draußen bilden.
Muster 120 Wege und ZieleLege Wege so an, dass sie von einem sichtbaren Ziel zum nächsten führen; Menschen gehen auf Ziele zu, nicht auf abstrakte Routen.
Muster 121 Form des WegesEin guter Weg ist selbst ein Ort zum Verweilen – gefasst, mit Aufenthaltsqualität an den Rändern – und nicht nur eine Verbindung.
Muster 122 GebäudefrontenGestalte Gebäudefronten lebendig und gegliedert, mit Vor- und Rücksprüngen, die den Straßenraum fassen und Aufenthalt am Rand ermöglichen.
Muster 123 Dichte der FußgängerBemiss öffentliche Räume so, dass eine angenehme Dichte an Fußgängern entsteht – weder gedrängt noch leer und verloren.
Muster 124 AktivitätsnischenKonzentriere Leben in Nischen am Rand öffentlicher Räume – Stufen, Ecken, kleine Buchten –, an denen Menschen gern verweilen.
Muster 125 TreppensitzeBreite, flache Treppen an belebten Orten laden zum Sitzen und Zuschauen ein und werden zu beliebten Aufenthaltsplätzen.
Muster 126 Etwas ungefähr in der MitteSetze in einen offenen Platz etwas ungefähr in die Mitte – einen Brunnen, Baum oder Pavillon –, das ihn gliedert und Menschen einen Bezugspunkt gibt.
Muster 127 IntimitätsgefälleOrdne Räume so an, dass man von öffentlichen Bereichen am Eingang schrittweise zu immer privateren Räumen gelangt. Besucher sollten nicht im Intimsten landen.
Muster 128 Sonnenlicht im InnernLege die am meisten genutzten Räume nach Süden, sodass das Innere von Tageslicht durchflutet wird; nach Norden gehören Nebenräume.
Muster 129 Gemeinschaftsbereiche im ZentrumDie gemeinsam genutzten Räume sollten im Herzen eines Gebäudes liegen, auf den natürlichen Wegen zwischen den privaten Bereichen – nicht abgelegen.
Muster 130 EingangsraumSchaffe innen am Eingang einen kleinen Raum, der Ankommende empfängt und den Übergang von draußen nach drinnen vollendet.
Muster 131 Der Fluss durch die RäumeOrdne Räume so, dass die Bewegung durch sie hindurchfließt, statt sie an Fluren aufzureihen; gut gelegene Räume verbinden sich direkt.
Muster 132 Kurze DurchgängeHalte Flure kurz, hell und mit Aufenthaltsqualität; lange, dunkle Gänge sind die trostlosesten Räume und sollten vermieden werden.
Muster 133 Treppe als BühneGestalte eine Treppe breit und einladend wie eine Bühne, sodass sie zum Sitzen, Begegnen und Auftreten einlädt, nicht bloß zum Übersteigen.
Muster 134 Zen-BlickWenn es einen wunderbaren Ausblick gibt, verschwende ihn nicht an ein großes Fenster. Rahme ihn knapp an einer Schwelle, sodass er sich nur im Vorübergehen offenbart.
Muster 135 Wechsel von Licht und DunkelErzeuge im Inneren einen Rhythmus aus helleren und dunkleren Zonen; Menschen bewegen sich zum Licht hin, und der Kontrast macht Räume lebendig.
Muster 136 Reich des PaaresGib einem Paar im Haus ein eigenes, geschütztes Reich, abgesetzt vom Trubel des Familienlebens und der Kinder.
Muster 137 Reich der KinderGib Kindern ein eigenes, zusammenhängendes Reich im Haus, in dem sie spielen und sich entfalten können, verbunden mit den gemeinsamen Räumen.
Muster 138 Schlafen nach OstenLege Schlafräume nach Osten, sodass die Morgensonne hereinkommt und beim natürlichen Erwachen hilft.
Muster 139 BauernkücheMache die Küche groß genug, dass sie auch Ess- und Aufenthaltsraum ist – ein gemütlicher Ort, an dem gekocht, gegessen und zusammengesessen wird.
Muster 140 Private Terrasse zur StraßeGib dem Haus eine halbprivate Terrasse zur Straße, von der aus man am öffentlichen Leben teilhaben kann, ohne sich preiszugeben.
Muster 141 Ein Raum für sich alleinJeder Mensch im Haushalt braucht einen Raum, der ganz ihm gehört, in den er sich ungestört zurückziehen kann.
Muster 142 Folge von SitzplätzenVerteile über ein Gebäude eine abgestufte Folge von Sitzplätzen verschiedener Stimmung – von geschäftig bis ganz still.
Muster 143 BettengruppeOrdne die Betten der Kinder zu kleinen Gruppen mit gemeinsamem Spielbereich, sodass Nähe und eigene Nische zugleich entstehen.
Muster 144 BaderaumMache das Bad zu einem warmen, einladenden Raum des Wohlbefindens, in dem man verweilt, statt zu einer engen, funktionalen Nasszelle.
Muster 145 StauraumPlane einen großen, zentralen Stauraum für sperrige Dinge ein, damit der Rest des Hauses frei und leicht bleiben kann.
Muster 146 Flexibler BüroraumGestalte Büroflächen so, dass sich darin kleine, halb umschlossene Arbeitsbereiche bilden lassen, statt offener Großraumflächen ohne Halt.
Muster 147 Gemeinsames EssenRegelmäßiges gemeinsames Essen an einem Tisch hält eine Gruppe zusammen; gib ihm einen würdigen, festen Ort im Haus.
Muster 148 Kleine ArbeitsgruppenOrdne Arbeitende in kleinen Gruppen von wenigen Personen in halb umschlossenen Bereichen an, die Konzentration und Austausch verbinden.
Muster 149 Empfang heißt willkommenGestalte den Empfang so, dass Ankommende sich sofort willkommen und gut aufgehoben fühlen, statt vor einer abweisenden Barriere zu stehen.
Muster 150 Ein Platz zum WartenMache Wartebereiche zu angenehmen Orten mit Ausblick, Beschäftigung oder Verbindung zum Geschehen, sodass Warten nicht leere Zeit ist.
Muster 151 Kleine BesprechungsräumeHalte Besprechungsräume klein und in großer Zahl bereit; in kleinen Runden reden mehr Menschen mit als in großen, einschüchternden Sälen.
Muster 152 Halbprivates BüroEin Arbeitsplatz ist am besten halb privat – weder im offenen Großraum noch in der ganz geschlossenen Zelle –, mit Blick aufs Geschehen und Rückzug zugleich.
Muster 153 Räume zu vermietenPlane in Häusern einzelne Räume mit eigenem Zugang, die sich vermieten oder unabhängig nutzen lassen und so flexibel auf den Lebenslauf reagieren.
Muster 154 Wohnung für JugendlicheGib Jugendlichen eine halb selbständige Wohneinheit am Haus, mit eigenem Zugang, die Nähe und wachsende Unabhängigkeit verbindet.
Muster 155 Wohnung fürs AlterGib älteren Familienmitgliedern eine eigene kleine Wohnung nah am Haus, sodass sie selbständig bleiben und doch in der Gemeinschaft.
Muster 156 Fester ArbeitsplatzJeder Mensch braucht einen festen, eigenen Arbeitsplatz, an dem die Dinge so bleiben dürfen, wie er sie gelassen hat.
Muster 157 HeimwerkstattGib dem Haus eine Werkstatt, in der gearbeitet, repariert und gewerkelt werden kann – Arbeit und Wohnen müssen sich nicht ausschließen.
Muster 158 Offene TreppenFühre Treppen, die Stockwerke verbinden, möglichst offen und außenliegend, sodass Wohnungen direkten Erdbezug behalten.
Muster 159 Licht von zwei Seiten jedes RaumsGib jedem wichtigen Raum natürliches Licht von mindestens zwei Seiten. Räume mit Licht von nur einer Seite wirken flach, blenden und werden gemieden.
Muster 160 GebäuderandMache den Rand eines Gebäudes zu einem bewohnbaren Ort – mit Sitzen, Nischen und Übergängen –, statt zu einer bloßen Trennlinie.
Muster 161 Sonniger PlatzLege einen sonnigen, geschützten Außenplatz direkt an die Südseite des Hauses, dort wo Innen- und Außenraum sich treffen – ein Ort, an dem man gern sitzt.
Muster 162 NordseiteBehandle die schattige Nordseite bewusst: lege dorthin Nebenräume und gestalte den nördlichen Außenraum so, dass auch er nutzbar bleibt.
Muster 163 AußenzimmerSchaffe im Garten ein teilweise umschlossenes, raumartiges Außenzimmer, in dem man sich wie in einem Zimmer unter freiem Himmel aufhält.
Muster 164 Fenster zur StraßeGib Aufenthaltsräumen Fenster zur Straße, sodass Bewohner am öffentlichen Leben teilhaben und die Straße bewacht wird.
Muster 165 Öffnung zur StraßeLass Geschäfte und Werkstätten sich zur Straße hin öffnen, sodass ihr Inneres und das Straßenleben ineinanderfließen.
Muster 166 Umlaufende GalerieSäume Obergeschosse mit umlaufenden Galerien oder Laubengängen, die Erschließung, Schutz und einen Aufenthaltsort am Rand bieten.
Muster 167 Zwei-Meter-BalkonBalkone und Loggien sollten mindestens etwa zwei Meter tief sein, sonst werden sie nicht benutzt. Teilweise eingelassen wirken sie geborgener.
Muster 168 Verbindung zur ErdeVerbinde das Gebäude durch abgestufte Terrassen, Treppen und Beete eng mit dem umgebenden Boden, statt es wie auf einem Sockel abzusetzen.
Muster 169 Terrassierter HangAn Hängen terrassiere den Boden behutsam, sodass nutzbare ebene Flächen entstehen und der Hang nicht abrutscht.
Muster 170 ObstbäumePflanze Obstbäume in Gärten und Höfe – sie geben Schatten, Blüte und Frucht und verbinden die Jahreszeiten mit dem täglichen Leben.
Muster 171 BaumplätzeGestalte Bäume nicht als isolierte Solitäre, sondern so, dass sie Räume formen, unter denen man sich aufhalten und versammeln kann.
Muster 172 Wild wachsender GartenLass einen Teil des Gartens naturnah und wild wachsen, statt alles streng zu pflegen – wilde Natur ist lebendiger und pflegeleichter.
Muster 173 GartenmauerFasse den Garten mit einer Mauer oder Hecke, die ihn schützt und gefasst macht, ohne ihn völlig vom Umfeld abzuriegeln.
Muster 174 LaubengangÜberspanne Gartenwege mit berankten Pergolen, die halb geschützte, lichtdurchflutete Gänge aus Pflanzen und Schatten bilden.
Muster 175 GewächshausEin Gewächshaus verlängert die Gartensaison und ist zugleich ein warmer, lichter Aufenthaltsraum zwischen Haus und Garten.
Muster 176 GartensitzLege im Garten einen geschützten, sonnigen Sitzplatz an, von dem aus man den Garten überblickt und zur Ruhe kommt.
Muster 177 GemüsegartenJeder Haushalt sollte etwas Gemüse selbst anbauen können – ein Gemüsegarten verbindet Menschen mit dem Boden und der Nahrung.
Muster 178 KomposthaufenSchließe den Kreislauf mit einem Komposthaufen, der Abfälle in Erde verwandelt und den Garten nährt.
Muster 179 AlkovenGroße Räume brauchen kleine, geschützte Nischen am Rand, in die sich Einzelne zurückziehen können, ohne den gemeinsamen Raum zu verlassen.
Muster 180 FensterplatzSchaffe an einem Fenster einen Platz zum Verweilen – mit Sitzgelegenheit, Licht und Ausblick. Menschen zieht es zugleich ans Licht und zum Sitzen.
Muster 181 Das FeuerEin offenes Feuer oder ein Kaminplatz zieht Menschen an und gibt einem Raum ein natürliches Zentrum, um das man sich versammelt.
Muster 182 Atmosphäre beim EssenGib dem Esstisch eine geborgene Atmosphäre – mit fassendem Licht, Nähe und einem klar umrissenen Ort –, die zum Verweilen am Tisch einlädt.
Muster 183 Umschlossener ArbeitsplatzEin guter Arbeitsplatz ist weder ganz offen noch ganz geschlossen: etwa zur Hälfte umschlossen, mit Blick auf etwas Größeres und einer Wand im Rücken.
Muster 184 KochbereichOrdne die Kücharbeit entlang einer zusammenhängenden Arbeitsfläche an, sodass Vorbereiten, Kochen und Spülen flüssig ineinandergreifen.
Muster 185 SitzkreisOrdne Sitzgelegenheiten in einem lockeren Kreis um eine Mitte, sodass Menschen einander zugewandt sind und Gespräch entsteht.
Muster 186 Gemeinsames SchlafenSchlafen Kinder oder Gruppen zeitweise im selben Raum, stärkt das die Verbundenheit; halte solche gemeinsamen Schlafräume bereit.
Muster 187 EhebettMache das Bett eines Paares zu einem besonderen, mit der Zeit gewachsenen Ort – ein Mittelpunkt der gemeinsamen Geschichte, kein bloßes Möbel.
Muster 188 BettnischeBette das Bett in eine geschützte Nische mit niedriger Decke und fassenden Wänden, sodass ein geborgener Schlafort entsteht.
Muster 189 AnkleideraumGib dem Ankleiden einen eigenen kleinen Raum nah am Bett, in dem Kleidung griffbereit ist und das Schlafzimmer ruhig bleibt.
Muster 190 Wechselnde DeckenhöheVariiere die Deckenhöhe nach der Art der Räume – hoch und großzügig in gemeinsamen, niedrig und geborgen in intimen Räumen.
Muster 191 Die Form des InnenraumsRäume sollten leicht unregelmäßige, aber annähernd rechtwinklige, gerade Wände haben. Reine Rundungen oder schräge Wände fühlen sich selten gemütlich an.
Muster 192 Fenster mit Blick aufs LebenRichte Fenster auf Orte, an denen Leben stattfindet – Straße, Garten, Spielplatz –, statt auf tote Flächen; ein lebendiger Blick nährt den Raum.
Muster 193 Halboffene WandGliedere Räume mit halbhohen oder durchbrochenen Wänden, die zugleich trennen und verbinden, statt mit ganz geschlossenen oder ganz offenen.
Muster 194 InnenfensterSetze Fenster auch in Innenwände, sodass Licht und Blick zwischen Räumen wandern und innenliegende Bereiche nicht dunkel werden.
Muster 195 TreppenraumBehandle die Treppe als eigenständigen Raum mit Volumen und Licht, der großzügig wirkt, statt als enges, dunkles Steigrohr.
Muster 196 Türen in der EckeSetze Türen meist in die Ecke eines Raums, sodass eine zusammenhängende Wandfläche und ein ruhiger Aufenthaltsbereich frei bleiben.
Muster 197 Dicke WändeMache Wände dick und gestaltbar, sodass in ihnen Nischen, Regale und Sitze Platz finden und Bewohner sie nach ihren Bedürfnissen formen können.
Muster 198 Schränke zwischen RäumenNutze tiefe Schränke als trennende Wände zwischen Räumen – sie geben Stauraum und Schallschutz zugleich.
Muster 199 Sonnige ArbeitsflächeLege die Hauptarbeitsfläche der Küche an ein Südfenster, sodass man im Tageslicht und mit Blick nach draußen arbeitet.
Muster 200 Offene RegaleLagere häufig Gebrauchtes auf offenen Regalen statt in tiefen Schränken, sodass alles sichtbar und griffbereit ist.
Muster 201 Brusthohes RegalEin durchlaufendes Regal auf Brusthöhe an den Wänden bietet überall Ablage für die kleinen Dinge des Alltags in greifbarer Höhe.
Muster 202 Eingebaute SitzeBaue Sitzbänke fest in Nischen und an Fenster ein, sodass dauerhafte, selbstverständliche Aufenthaltsorte entstehen.
Muster 203 KinderhöhlenSchaffe niedrige, höhlenartige Nischen, in die sich Kinder zurückziehen und verkriechen können – Kinder lieben enge, geborgene Orte.
Muster 204 Geheimer PlatzJedes Haus sollte einen verborgenen Ort haben – ein geheimes Fach oder Versteck –, der dem Raum Tiefe und ein Geheimnis gibt.
Muster 205 Tragwerk folgt sozialen RäumenLege erst die Räume nach ihrem sozialen Sinn fest und entwickle das Tragwerk daraus – nicht umgekehrt. Die Konstruktion dient den Räumen, nicht das Raster den Menschen.
Muster 206 Wirtschaftliches TragwerkWähle ein Tragwerk, das mit wenig Material viel leistet und sich der gewünschten Raumform anschmiegt, statt sie einem starren System zu unterwerfen.
Muster 207 Gute MaterialienBaue mit lebendigen, bearbeitbaren Materialien, die altern dürfen und sich von Hand verarbeiten lassen, statt mit toten, normierten Werkstoffen.
Muster 208 Allmähliche VersteifungBaue so, dass das Tragwerk erst leicht aufgestellt und dann nach und nach versteift wird – so kann man im Bauen noch anpassen und justieren.
Muster 209 DachaufbauPlane das Dach früh als Ganzes, sodass es die Räume schützend zusammenfasst und seine Form aus der Anordnung der Räume folgt.
Muster 210 Decken- und BodenaufbauLege die Lage der Geschossdecken so fest, dass sie das Tragwerk ordnen und zugleich die gewünschten Deckenhöhen der Räume ergeben.
Muster 211 Verdickte AußenwändeMache die Außenwände dick genug, dass in ihnen Nischen, Sitze, Regale und Fensterplätze Platz finden – die Wand wird vom Rand zum bewohnbaren Ort.
Muster 212 Stützen an den EckenSetze die Stützen an die Ecken der Räume, sodass das Tragwerk die Raumform stützt, statt sie willkürlich zu durchstellen.
Muster 213 Endgültige StützenverteilungLege die genaue Stützenstellung erst fest, wenn die Räume stimmen, und justiere die Abstände nach Maß und Gefühl, nicht nach starrem Raster.
Muster 214 Wurzelartige FundamenteGründe das Gebäude mit fein verzweigten, der Last folgenden Fundamenten, die es wie Wurzeln im Boden verankern.
Muster 215 Bodenplatte im ErdgeschossLege im Erdgeschoss eine warme, fußfreundliche Bodenplatte, die das Haus mit dem Erdreich verbindet und angenehm zu betreten ist.
Muster 216 KastenstützenBaue Stützen als hohle Kästen aus leichtem Material, die tragfähig und zugleich von Hand herstellbar sind.
Muster 217 RingbalkenBinde die Wände oben mit einem umlaufenden Ringbalken zusammen, der die Lasten verteilt und das Gebäude zusammenhält.
Muster 218 WandmembranenBaue Wände als zusammenhängende, mittragende Membranen zwischen den Stützen, statt als bloße schwere Ausfachung.
Muster 219 Decken-Boden-GewölbeSpanne Geschossdecken als leichte, leicht gewölbte Schalen, die wenig Material brauchen und den Räumen eine sanft gewölbte Decke geben.
Muster 220 DachgewölbeForme das Dach als leichtes Gewölbe oder Schale, das den Räumen darunter eine geborgene, gewölbte Deckenform schenkt.
Muster 221 Türen und Fenster mit natürlichem LichtSetze Fenster und verglaste Türen dorthin, wo das Licht am schönsten ist und der Blick nach draußen reizvoll – Öffnungen folgen dem Licht, nicht der Symmetrie.
Muster 222 Niedrige BrüstungLege die Fensterbrüstung niedrig, wenn man im Sitzen hinausschauen soll, sodass der Blick frei zum Boden und in die Landschaft fällt.
Muster 223 Tiefe LaibungenGib Fenstern tiefe, abgeschrägte Laibungen, die den Lichtkontrast am Rand mildern und das Fenster weich ins Zimmer überführen.
Muster 224 Niedrige TüröffnungEine bewusst niedrige Tür zwingt zum kurzen Innehalten beim Durchschreiten und macht den Übergang zwischen Räumen spürbar.
Muster 225 Rahmen als verdickte RänderFasse Türen und Fenster mit kräftigen, verdickten Rahmen, die die Öffnung betonen und den Übergang gestalten.
Muster 226 Ort der StützeBehandle jede Stütze als gestalteten Ort im Raum, an dem man sich aufhalten oder anlehnen kann, nicht als bloßes statisches Element.
Muster 227 StützenverbindungVerbinde Stützen und Balken mit kräftigen, sichtbaren Knotenpunkten, die die Kraftübertragung zeigen und das Tragwerk ehrlich machen.
Muster 228 TreppengewölbeTrage die Treppe auf einem gemauerten Gewölbe, das den Raum darunter nutzbar macht und der Treppe einen soliden Unterbau gibt.
Muster 229 LeitungsraumFühre Leitungen in zugänglichen Schächten und Hohlräumen, sodass sie wartbar bleiben und nicht fest in die Konstruktion eingemauert sind.
Muster 230 StrahlungswärmeHeize über warme Flächen, die Strahlungswärme abgeben; sie fühlt sich behaglicher an als warme Luft und erwärmt Menschen wie ein Feuer.
Muster 231 DachgaubenBring mit Gauben Licht und Stehhöhe ins Dachgeschoss und gliedere zugleich die Dachfläche lebendig.
Muster 232 DachbekrönungKröne das Dach mit einem bewussten Abschluss – First, Aufsatz oder kleinem Türmchen –, der die Silhouette vollendet.
Muster 233 BodenoberflächeWähle warme, weiche Bodenoberflächen in Aufenthaltsräumen und harte, robuste dort, wo gearbeitet wird – der Boden bestimmt, wie sich ein Raum anfühlt.
Muster 234 Überlappende AußenwändeVerkleide Außenwände mit überlappenden, schuppenartigen Schichten, die Regen abweisen und der Fassade Tiefe und Textur geben.
Muster 235 Weiche InnenwändeGib Innenwänden eine weiche, leicht nachgebende und warme Oberfläche, die Schall schluckt und sich freundlich anfühlt.
Muster 236 Weit zu öffnende FensterVerwende Fenster, die sich weit öffnen lassen, sodass der Raum sich ganz zur Luft und zum Garten hin öffnen kann.
Muster 237 Massive Türen mit GlasMache wichtige Türen massiv und solide, aber mit einem Glasausschnitt, der Licht und einen Blick durchlässt – Schutz und Offenheit zugleich.
Muster 238 Gefiltertes LichtFiltere einfallendes Licht durch Blätter, Vorhänge oder Sprossen, sodass es weich gestreut wird und nicht hart blendet.
Muster 239 Kleine ScheibenTeile Fenster in viele kleine Scheiben; die Sprossen geben dem Licht Maßstab und verbinden den Blick nach draußen mit der Hand des Menschen.
Muster 240 Schmale ZierleistenSchließe Übergänge zwischen Bauteilen mit schmalen Leisten ab, die Fugen fassen und dem Bau einen feinen, handgemachten Maßstab geben.
Muster 241 SitzplätzeWähle die Stellen für Sitzgelegenheiten dort, wo es geschützt, sonnig und mit Blick aufs Geschehen ist – die Lage entscheidet, ob ein Sitz benutzt wird.
Muster 242 Bank an der HaustürStelle eine Bank neben die Haustür, von der aus man die Straße beobachten und mit Vorbeikommenden plaudern kann.
Muster 243 SitzmauerSetze an die Ränder von Höfen, Wegen und Plätzen niedrige Mauern in Sitzhöhe. Sie fassen den Raum und laden zugleich zum Verweilen ein.
Muster 244 SegeltuchdächerSpanne über Terrassen und Sitzplätze leichte Tuch- oder Segeldächer, die Schatten und Geborgenheit geben und sich der Jahreszeit anpassen.
Muster 245 Erhöhte BlumenbeeteHebe Blumenbeete auf Hüfthöhe an, sodass man die Pflanzen bequem pflegen und riechen kann und sie den Außenraum gliedern.
Muster 246 KletterpflanzenLass Kletterpflanzen Wände, Lauben und Zäune überwachsen, sodass Bauten von Grün durchzogen und mit der Natur verwoben werden.
Muster 247 Pflaster mit FugenVerwende für Wege Pflaster mit offenen Fugen, in denen Gras und Moos wachsen können, statt durchgehender versiegelter Flächen – lebendig und durchlässig.
Muster 248 Weiche Fliesen und ZiegelWähle handgemachte, weiche Fliesen und Ziegel, die mit der Zeit Patina ansetzen und sich warm und lebendig anfühlen.
Muster 249 OrnamentSetze Ornament an die Nähte und Übergänge des Baus, dort wo Bauteile sich treffen – schmückendes Detail, das aus der Konstruktion erwächst.
Muster 250 Warme FarbenVerwende in Innenräumen warme Farben – das Licht, das sie reflektieren, lässt Räume freundlich und lebendig wirken. Kalte Töne machen Räume ungemütlich.
Muster 251 Verschiedene StühleStelle nicht lauter gleiche Stühle auf, sondern eine Vielfalt unterschiedlicher Sitzgelegenheiten. Menschen sind verschieden – ihre Stühle dürfen es auch sein.
Muster 252 LichtinselnStatt einen Raum gleichmäßig auszuleuchten, schaffe einzelne warme Lichtinseln über Tischen und Sitzecken. Sie gliedern den Raum und ziehen Menschen an.
Muster 253 Dinge aus deinem LebenSchmücke Räume mit den Dingen, die dir wirklich etwas bedeuten – nicht mit Dekoration nach dem Geschmack anderer. So werden Räume zum Spiegel des eigenen Lebens.